Schlussreflexion

Es ist so weit, dass Semester geht zu Ende und ich möchte meinen Blog mit diesem Eintrag abschließen. Also fasse ich noch einmal zusammen, was ich alles mitgenommen habe, was mir Schwierigkeiten bereitet hat, welche Lerneffekte ich erzielt habe und so weiter und so fort…

Das Sprichwort  “Aller Anfang ist schwer”  wird jedem ein Begriff sein.  In meinem Fall muss ich dem Sprichwort auch wohl oder übel zustimmen. Der Einstieg ist mir etwas schwer gefallen, denn zu Beginn hatte ich keine konkrete Vorstellung davon, über was ich überhaupt schreiben  oder wohin sich der Blog entwickeln soll. Alleine schon meine Entscheidung, lediglich die externe Unternehmenskommunikation von Red Bull zu nehmen, hat mich sehr zweifeln lassen. Schließlich kann man dieses Unternehmen schon fast ein „Imperium“ nennen, weil es in unglaublich vielen Sparten tätig ist. Meine Bedenken waren, dass ich zu sehr an der Oberfläche kratze und den Anforderungen des Seminars nach nicht genug in die Tiefe gehe. Aus diesem Grund habe ich nur ein paar Aspekte detailliert beleuchtet und nicht alles ein bisschen. Und schließlich wurde ich nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil – ich bin regelrecht glücklich über meine Entscheidung und freue mich umso mehr, dass ich Einblick in ein so vielfältiges Unternehmen bekommen konnte.

Außerdem wusste ich zu Beginn mit der Tatsache, dass der Blog dem wissenschaftlichen Standard der Universität gerecht werden soll, eher weniger anzufangen. Ich war mir unsicher  wie ich einen Blog, der ja hauptsächlich etwas sehr Individuelles  und Freies darstellt, mit dem bisher erlernten, wissenschaftlichen Schreiben vereinbaren sollte. Im Nachhinein hoffe und denke ich jedoch zumindest, ein gutes Mittelmaß aus beidem gefunden zu haben. Dafür habe ich versucht alles so gut wie möglich mit Quellen zu belegen, mich an seither erlernten Theorien und Modellen entlang zu arbeiten und all das letztlich mit meinen persönlichen Ansichten zu vereinen.

Letztlich habe ich mich dazu entschieden von Grund auf anzufangen und zu versuchen, alles möglichst gut aufeinander aufzubauen. Und mein Vorhaben hat sich bestätigt: Während des Schreibens kamen  immer wieder neue Ideen, welches Thema ich als nächstes beleuchten könnte. Dabei ist mir letztendlich aufgefallen, dass es oft schwer war Wiederholungen zu vermeiden, da besonders innerhalb der Kombination von Web 2.0, Social Web, Social Media, Social TV, Cross-Media, Interaktivität  usw. oft die Grenzen verschwimmen und es so viele Ansätze gibt, sodass ich sehr aufpassen musste ,meine Beiträge nicht völlig durcheinander zu bringen. Aber glücklicherweise gibt es ja bei WordPress eine Funktion, mit der man sich auch selbst innerhalb des Blogs verlinken kann. Und so habe ich zu allen Gebieten, die ich für relevant hielt, etwas geschrieben. Sicherlich gibt es noch weitaus mehr, wozu ich Blogeinträge hätte verfassen können, aber wie bereits erwähnt, wollte ich der Gefahr zu sehr an der Oberfläche zu kratzen Widerstand leisten und schließlich neigt sich das Semester ja dem Ende zu.

Das Zusammenschließen als “Learning-Community” fand ich rückblickend sehr gut und gebe zu, dass ich entgegen meiner anfänglichen Skepsis, welchen Mehrwert dies für uns bringen soll, am Ende mehr als überzeugt bin. Dadurch, dass wir alle unter einem Dachthema geschrieben haben, konnte man sich zwischendurch immer wieder gemeinsam  austauschen, brainstormen und inspirieren.  Fehler konnten somit entdeckt und verbessert werden, was den Lerneffekt verstärkte. Außerdem war es wahnsinnig interessant zwischendurch zu lesen, was die Mit-Blogger schreiben und woran sie arbeiten. Oft wurden in der Community Ansätze und Ideen angemerkt, die man selbst wahrscheinlich gar nicht betrachtet hätte.  Auch die in den Kommentaren entstandenen Diskussionen haben Anregungen für neue Einträge geliefert und waren produktiv.

Aber jetzt das worum es hier eigentlich ging – der erzielte Lerneffekt! Kurze und knappe Antwort: Ja, ich habe einen Lerneffekt erzielt, denn endlich hat die “graue Theorie” einmal Anwendung gefunden. Was ich auch besonders hervorheben möchte ist, dass ich es mir sehr gefallen hat, dass wir in der Wahl über unser Thema lediglich die Vorgabe hatten es solle sich um  digitale Kommunikation handeln. Im Laufe unseres Studiums haben wir teilweise sehr strikte Vorgaben und meistens werden die Themen und die Gruppenarbeitspartner zugewiesen. Umso besser war es, dass man die Möglichkeit hatte sich ein bisschen auszuprobieren und frei zu entscheiden, worüber man schreiben will. Dadurch habe ich viel Neues dazu gelernt und neue, interessante Themengebiete kennengelernt. Im unserem Studium befassen wir uns verstärkt mit  Social -Media  und den neuen Medien, somit konnte ich mein bereits bestehendes Wissen gut auf mein Thema anwenden und habe mich aber auch mit komplett neuen Themengebieten auseinandergesetzt.

Dabei habe ich sehr viele Zusammenhänge und Hintergrundinformationen erlernt und mehr und mehr verstanden, wie das ganze Konstrukt um Unternehmenskommunikation  mittels digitaler Kommunikation zusammenhängt. Ich habe besonders durch meine Analyse und Recherche  gemerkt, wie jung und zukunftsträchtig besonders das Gebiet rund um Social TV und digitales TV im Rahmen der Unternehmenskommunikation  noch ist.  Dadurch habe ich Einblicke darüber bekommen, welche Trends es zurzeit gibt und wohin  diese sich entwickeln könnten. Zudem habe ich bemerkt, dass viele altbewährte Modelle und Theorien, die wir bisher im Studium (theoretisch) erlernt haben, durchaus ihre Daseinsberechtigung haben und auch auf die Praxis übertragen werden können

Ziel dieses Seminars war es, den digitalen Kommunikationsprozess zu verstehen und ihn auf ein bestimmtes Themengebiet anzuwenden. Ich denke am Ende des Semesters und somit auch am Ende dieses Blogs kann ich durchaus sagen, dass mir das gelungen ist. Ich konnte einen guten Einblick darüber bekommen, wie Red Bull  digitale Kommunikation verwendet, um seine Unternehmensziele, -wert und –politik zu verbreiten. Und mit ihrer Hilfe sein Image verbessert, sowie die Zielgruppe an das Unternehmen bindet.  Leider war es mir nicht möglich weitere digitale Kommunikationswege von Red Bull zu präsentieren; sonst müsste ich meinen Blog noch mindestens zwei Semester lang weiter führen! Aus diesem Grund habe ich mich auch nur auf eine bestimmte Zielgruppe der externen Unternehmenskommunikation konzentriert und nicht alle in Betracht gezogen.  Aber wie ich gelernt habe ist es Sinn und Zweck einer Community sich zu ergänzen und das tun wir besonders hinsichtlich der Zielgruppen. Auch wenn ich „nur“  Social-Media und digitales Fernsehen untersucht habe, kann ich schließlich aussagen über den digitalen Kommunikationsprozess treffen. Abschließend habe ich meine Ergebnisse in der Grafik zusammengefasst und bildlich dargestellt. Auf diese Art und Weise kann man, meiner Meinung nach, einen Kommunikationsprozess am besten verständlich darstellen.

Abb.1: digitaler Kommunikationsprozess von Red Bull zur externen Unternehmenskommunikation, eigene Darstellung

Abb.1: digitaler Kommunikationsprozess von Red Bull zur externen Unternehmenskommunikation, eigene Darstellung

 

Letztendlich habe ich ein Semester lang nicht nur über einen digitalen Kommunikationsprozess geschrieben nein, wir haben selbst einen in den Gang gesetzt. Innerhalb unserer Learning Community haben wir nach Grimm 2005 digitale Nachrichten mit unterschiedlichen Medientypen über den digitalen Kommunikationskanal-den Blog -untereinander ausgetauscht. Somit möchte ich  mit meinen letzten Worten meiner Community danken!!

Quellen:

Grimm, R. (2005). Digitale Kommunikation. München: Oldenburg Wissenschaftsverlag GmbH

Abbildungen:

Abb.1: digitaler Kommunikationsprozess von Red Bull zur externen Unternehmenskommunikation, eigene Darstellung

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rezipient oder user?

Um zu einem letztendlichen Fazit meiner Untersuchung zu kommen, habe ich mir all meine Artikel nochmals durchgelesen. Dabei ist mir etwas aufgefallen: Ich springe zwischen den Begriffen “User” und “Rezipient” hin und her und benutze sie als Synonym. Aber ist das korrekt? Um Gewissheit in die Thematik zu bringen habe ich recherchiert und werde mich in diesem kleinen Exkurs der genauen Verwendung der Begrifflichkeiten  widmen.

Wer ist nun eigentlich  der klassische Rezipient und wer ist “User“ – oder ergibt sich gar eine neuartige Mischform? Merten beschreibt den Rezipienten als Partner des Kommunikatoren. Er setzt dafür  nach dem “Uses and gratification Approach”  den aktiven  Rezipienten voraus. Dieser ist dabei derjenige, der aufgrund eigener Kriterien Medienangebote auswählt und konsumiert. (vgl. Merten, 2007)

Rezipient ist demnach derjenige, der aktiv das Social-Media Angebot liket, followet oder abboniert  und Red Bull TV entweder zum Livestream  oder On Demand anschaltet. “User”  (engl. Anwender) hingegen, ist wie sich aus dem Namen ableiten lässt derjenige, der die ihm gebotenen Onlineangebote nutzt und sich aktiv an einem Diskurs beteiligt.

Aber  kann nicht auch der- oder diejenige, der/die sich in den Stuhl setzt um einfach den Diskussionen zu folgen, ein “User” sein?

Auch nach umfassender  Recherche muss ich feststellen, dass ich keine angemessene Definition des “Users” finden konnte. Jedoch wird der “User” immer wieder in Verbindung mit dem “user generated content” genannt. Infolgedessen erlaube ich mir eine eigene Abgrenzung der beiden Termini:

Der Rezipient ist also jener, der sich aktiv ein Medienangebot aussucht (Youtube Kanal, Red Bull TV), aber nicht eigenständig über Beteiligungstools mit diskutiert. Der User hingegen beteiligt sich auf einer der angebotenen Plattformen  aktiv am Diskurs, gibt Anregungen oder stellt Fragen. Zumindest aber erstellt er Inhalte in Form von Text-oder Audiovisuellen Beiträgen. Ein Rezipient der Angebote braucht dementsprechend  kein User zu sein.

Diese Unterscheidung ist auch für Unternehmen von Bedeutung. Um ihre Botschaft besser kommunizieren zu können, sollten sie genau wissen wer Rezipient und wer User ist. Es ist offensichtlich, dass  User zu einer  besseren Unternehmenskommunikation beitragen können, da sie die Unternehmensbotschaft im Netz multiplizieren.  Somit sollten Unternehmen sich darauf konzentrieren ihre Rezipienten in User umzuwandeln.  Red Bull ermöglicht eine solche Wandlung, indem  bei jedem rezipierbaren Angebot Social-Media Verweise eingebracht sind. Diese animieren Rezipienten  dazu sich aktiv zu beteiligen und möglicherweise zu einem User zu werden.

Infolgedessen muss ich zugeben, dass eine synonyme Verwendung der Begriffe nicht korrekt von mir war.  Ich bitte also darum diese Unterscheidung  in meinen Beiträgen im Nachhinein zu beachten! Glücklicherweise konnte ich diesen Unterschied noch vor meinem abschließenden Fazit erkennen. Zumal dieser  zu einem besseren Einblick in den digitalen Kommunikationsprozess externer Unternehmenskommunikation beiträgt.

Quellen:

Merten, K. (2007). Einführung in die Kummunikationswissenschaft. Münster:  LIT Verlag

 

Im Test: Red Bull TV

Wir wissen jetzt, was Red Bull TV ist, wie man es empfängt, und dass es zum Social TV genutzt werden kann.  Schauen wir uns jetzt als mal genauer an, was, wie und wozu Red Bull diese Kommunikationsform genau einsetzt um seine Unternehmensbotschaft zu verbreiten.  Wie schon bei Social-Media werde ich auch hier meine Analyseschritte (link) abarbeiten.

Den Anfang macht wieder der Kommunikator, den natürlich auch hier Red Bull und Red Bull Media House darstellen. Diese beschreiben den nächsten Schritt, den Inhalt (Was),  folgendermaßen:

„ Action und Nervenkitzel pur: Extremsport auf höchstem Niveau, ausführliche Reportagen von sportlichen Groß-Events, außergewöhnliche Persönlichkeiten aus Sport, Musik und Kultur hautnah sowie Serien über junge Helden oder mitreißende Dokumentationen – willkommen in der faszinierenden Welt von Red Bull.“ (Red Bull 2014)

Wie wir sehen ist Red Bull auf inhaltlicher Ebene seiner Linie auch hier treu geblieben. Red Bull TV bietet seinen Zuschauern  Livestrams zu Sportveranstaltungen, Reportagen, Shows und Dokumentationen. Die Inhalte sind in die Kategorien (Abb1) Latest Episodes, Popular Episodes und Featured Shows unterteilt.   Zuzüglich gibt es drei Oberkategorien, die Home (Startseite), Live und Shows (Abb2). Unter Live kommt man zu dem Livestream des Programms (Abb3. ).  Es wird nicht  ununterbrochen live gesendet, diesen  Vorteil bietet digitales Fernsehen.   Außerhalb des Livestreams oder während dessen kann das Angebot On Demand rezipiert werden.

Abb1: Screenshot Kategorien Red Bull TV  (Quelle: http://www.redbull.tv/Redbulltv)

Abb1: Screenshot Kategorien Red Bull TV (Quelle: http://www.redbull.tv/Redbulltv)

Abb2: Screenshot Oberkategorien Red Bill TV (Quelle: http://www.redbull.tv/Redbulltv)

Abb2: Screenshot Oberkategorien Red Bill TV (Quelle: http://www.redbull.tv/Redbulltv)

Abb3: Screenshot Programm Red Bull TV (Quelle:http://live.redbull.tv/)

Abb3: Screenshot Programm Red Bull TV (Quelle:http://live.redbull.tv/)

Red Bull TV stellt sich für mich daher etwas wie eine Mediathek  dar. Im Vergleich mit Youtube fällt auf, dass  die Shows von Red Bull TV dort angeboten werden.  Die nach Sportarten und Themengebieten geordnete Ansicht von Youtube empfinde ich persönlich besser als die von Red Bull TV. Hier werden die Inhalte entweder nach den oben beschriebenen  Kategorien oder in Form von einem Programm angeboten. Dies entspricht natürlich eher dem Fernseh- Konzept. Somit kann ich feststellen, dass die Inhalte von Youtube und Red Bull TV zwar ähnlich sind, sich in ihrer Präsentation jedoch grundsätzlich voneinander unterscheiden.   Schließlich sind  meinen Erwartungen entsprechend auch hier crossmediale Verweise (Abb4) wiederzufinden.

Abb4. Screenshot Crossmedialität Red Bull TV (Quelle: http://live.redbull.tv/events/426/ifsc-boulder-world-championships-2014-munich/)

Abb4. Screenshot Crossmedialität Red Bull TV (Quelle: http://live.redbull.tv/events/426/ifsc-boulder-world-championships-2014-munich/)

Kommen wir nun zum nächsten Schritt, dem Kanal.

Über welchen Kanal:

Wie ich bereits in meinem vorhergehenden Artikel geschrieben habe (link) kann man Red Bull TV über mehrere Geräte empfangen. Einfach erklärt werden dazu die Signale in ein binärecode System umgewandelt, damit mobile Endgeräte, Computer oder Smart TVs das Signal empfangen können (vgl. Karstens). Red Bull präsentiert sich im Gegensatz zu den Social-Media Diensten nur mit einem digitalen Sender, dem Red Bull TV. Wenn die Inhalte dieses  Senders denen des Youtube Kanals ähneln, wen weiteres möchte Red Bull dann erreichen?

Wer sind die Zuschauer:

Wir konnten also feststellen, dass das äußere Erscheinungsbild von Red Bull TV dem einer Mediathek oder einer Streamingplattform ähnelt. Sowie, dass die Inhalte dabei in einer herkömmlichen Programmübersicht dargestellt werden.  Zudem kann man Red Bull TV nur über bestimmt Geräte oder den PC empfangen und der TV Sender macht einen seriösen und professionellen Eindruck. Aufgrund dessen gehe ich davon aus, dass Red Bull TV eine selektierte Zielgruppe ansprechen soll.  Zum einen diejenigen, die sich diese Geräte leisten können ( z. B Smart TV) und zum anderen jene, die wirklich an Sport und Musik interessiert sind (Computer) und auf das Programm nicht zufällig beim Surfen (Youtube) stoßen. Gemäß meiner Zielgruppenanalyse  schreibe ich Red Bull TV folglich den Salonlöwen und den Hedonisten zu. Aber welche Wirkung hat dieser Kommunikationsweg auf sie?

Mit welchem Effekt:

Diejenigen Rezipienten, die sich die App runtergeladen haben und die das Programm bspw. auf dem Smart TV oder Xbox schauen, sind bereits  stark an das Unternehmen gebunden. Red Bull TV dient in diesem Fall als Aufrechterhaltung der „Beziehung“.  Der Vorteil des digitalen-TVs ist, wie ich schon in meinem vorherigen Beitrag schrieb, dass man es zur Social TV Nutzung verwenden kann. Damit eröffnen sich für Red Bull wieder neue Türen. Durch die Social TV Nutzung  während  Red Bull TV machen die Rezipienten andere potentielle User aufmerksam und der Kreislauf beginnt. Somit stellt Community Building auch hier einen weiteren Effekt dar. Dafür müssen natürlich auch Möglichkeiten zur Wechselrede angeboten werden. Schauen wir uns nun also an wie es damit aussieht.

 

Feedback:

Wie Abb5 zeigt kann man unter die Videos Kommentare hinterlassen  somit ist auch hier Feedback gegeben.  Um einen Kommentar unter einem Video  auf der Red Bull TV online Seite zu hinterlassen, muss man sich entweder mit seinen Facebook, Twitter, Google oder Disqus  Login anmelde. Für den User bestärkt das das Gefühl der Zugehörigkeit , was dem Community Building förderlich ist. Für Red Bull hingegen, stellt das natürlich wieder eine Möglichkeit dar Daten über seine Zielgruppe zu erfahren. Das kann jetzt jeder selbst positiv oder negativ bewerten.  Außerdem können die Videos auf Facebook oder Twitter geteilt werden und ein” Gefällt mir” Button ist auf der Seite implementiert, sodass man sofort drauf klicken kann.  Das genaue  Feedback zu ermitteln, hat sich für mich als etwas schwierig herausgestellt.  Wie misst man den Erfolg eines digitalen TV Senders?  Zuerst habe ich Kommentare in  den „Popular Episodes“  untersucht.  Die Kommentarfunktion wird hier und da benutzt aber nicht so reichlich wie in den sozialen Medien.  Weiterhin erlaubt mir eine Anzeige unter dem Video zu sehen, wie vielen Personen das Video gefällt. Hierbei wird der größte Anteil der Videos geliket.  Die Zahlen variieren von 0 bis 400 Likes. Außerdem liegt Red Bull TV in den wöchentlichen Top 100 Downloadcharts von Chip.de auf dem 55. Platz. Zudem können sich gemäß der ARD/ZDF –Onlinestudie 2013  Streamingdienste, zu denen man Red Bull TV zählen kann, um große Beliebtheit freuen.  Aufgrund dessen, können wir darauf schließen, dass das Format gut ankommt.  Im Vergleich zu den sozialen Medien fällt das Feedback der Rezipienten jedoch etwas schlechter aus. Einen möglichen Grund dafür sehe ich in der Zielgruppenansprache. Mit dem digitalen TV soll eine selektierte Zielgruppe angesprochen werden und mit den Social-Media Diensten hingegen die breite  Masse oder genauer alle Zielgruppentypen.  Nachdem die Möglichkeiten und Auswirkungen zur Wechselrede einigermaßen geklärt sind, kommen wir nun zum Erscheinungsbild.

Corporate Identity:

Die online Seite von Red Bull TV entspricht dem Layout der offiziellen Unternehmens Website. Die typischen Farben Blau, Rot, Silber und Gelb bilden ihr Erscheinungsbild.  Dazu setzt Red Bull seinen Fokus wieder auf die typischen Inhalte (Musik, Extremsport, etc.). Somit ist auch hier wieder eine klare Linie erkennbar. Mit den sozialen Medien eingenommen ist Red Bull in seiner optischen Darstellung und in seinen Inhalten immer konstant geblieben. Infolgedessen erlaube ich mir zu sagen, dass die Unternehmenswerte,- ziele und -politik  vorbildlich dargestellt wurden.  Der Rezipient kann sich dank dieser Konstanz und Klarheit ein sehr gutes Bild über das Unternehmen machen. Infolgedessen hat Red Bull mithilfe  der digitalen Kommunikationsformen erreicht, seine Botschaft erfolgreich zu vermitteln.  Im Anschluss möchte ich nun zu einem Fazit kommen.

Die Analyse hat schließlich ergeben, dass mit dem digitalen TV-Sender eine andere Zielgruppe  erreicht werden soll als mit den sozialen Medien. Zudem wird die Sparte TV für einen seriöseren Auftritt verwendet.  Auf Grund der spezielleren  Zielgruppe, fällt das Feedback hier etwas kleiner aus, sofern es richtig ermittelt werden kann.  Jedoch bietet das digitale Fernsehen die Möglichkeit der Social TV Nutzung und somit kann die Wechselrede aufgebessert werden. Darüber hinaus kollaborieren die unterschiedlichen Kommunikationsformen untereinander. Die Events, die Red Bull TV überträgt, werden in den sozialen Netzwerken angekündigt.  Somit  hat sich Red Bull ein weites Netzwerk gespannt.  Ferner öffnet sich das Unternehmen mit dem Veranstalten von digitalem TV eine weitere Tür in einem anderen Sektor. Es wird klar, dass Red Bull keine Kosten und Mühen spart, um seine Botschaft  auf allen Wegen zu verbreiten. Alles in allem hat das Unternehmen eine umfassende externe Unternehmenskommunikation etabliert ,in der digitale Kommunikation stark integriert ist und eine sehr große Rolle spielt.

Als Abschluss haben ich mir folgende Frage gestellt:  Ist digitales TV von Red Bull eine notwendige Maßnahme für das Unternehmen oder ist es eine Spielerei, mit der Red Bull mit anderen ähnlichen Anbietern Konkurrieren möchte um seine Stärke zu beweisen? Diese Frage gebe ich an die Community weiter, welchen Eindruck habt ihr?

 

Quellen:

Chip.de: Top 100 wöchentliche Download- Charts online in Internet URL: http://www.chip.de/Handy-Downloads-Download-Charts-Top-100-der-Woche_50159909.html?xbl_category=6009 abgerufen am [05.08.2014]

Karstens, E. (2006).Fernsehen digital. Eine Einführung. Wiesbaden: VS-Verlag

Abbildungen:

Abb1: Screenshot Kategorien Red Bull TV (Quelle: http://www.redbull.tv/Redbulltv) Stand [06.08.2014]

Abb2: Screenshot Oberkategorie Red Bill TV (Quelle: http://www.redbull.tv/Redbulltv) Stand [06.08.2014]

Abb3: Screenshot Programm Red Bull TV (Quelle:http://live.redbull.tv/) Stand [06.08.2014]

Abb4. Screenshot Crossmedialität Red Bull TV (Quelle: http://live.redbull.tv/events/426/ifsc-boulder-world-championships-2014-munich/) Stand [06.08.2014]

Abb5 Screenshot Comments ( Quelle: http://www.redbull.tv/Peaking—A-Big-Wave-Surfers-Perspective/Peaking—A-Big-Wave-Surfers-Perspective-s01e02 ) Stand [06.08.2014]

Auf Sendung: digitales Fernsehen

Abb1: Screenshot Red Bull TV. (Quelle: http://about.redbull.tv/ )

Abb1: Screenshot Red Bull TV. (Quelle: http://about.redbull.tv/ )

Red Bull veranstaltet Fernsehen?! Was hat das noch mit einem Getränk zu tun? Diese Frage kam mir als erstes in den Sinn. Doch bei genauerer Überlegung klingt es logisch. Wir wissen bereits, dass Red Bull seine Strategie auf Bilder fokussiert. Da liegt es nahe auch einen TV Kanal zu veranstalten. In diesem Beitrag widme ich mich also einer neuen Form der digitalen Kommunikation, die Red Bull zur externen Unternehmenskommunikation einsetzt, dem Red Bull TV.

Was mit klassischem TV gemeint ist, dürfte jedem klar sein. Man nehme einen herkömmlichen Fernsehapparat und rezipiere das ausgestrahlte Programm. Und wenn du es verpasst hast: dein Pech! Doch dafür hat Red Bull eine Lösung: Red Bull TV und genaugenommen auch der Youtube Kanal wann immer du es sehen willst. Wer könnte das Format besser erklären als der Anbieter selbst:

“Red Bull TV is a digital video service that features inspirational programming from the world of Red Bull in live global events and an extensive selection of sports, music and lifestyle entertainment. [..]“ (vgl .Red Bull Media House, 2014)

Auf drei verschieden Art und Weisen, kann man das Programm von Red Bull empfangen. Zum einen werden Sendefenster auf dem TV Sender Servus TV gezeigt, welcher auch zu Red Bull gehört. Eine weitere Möglichkeit stellt die Red Bull TV App für iOS , Android and Windows Handys dar. Darüber hinaus kann man den Sender mit ausgewählten Smart TVs, Xbox 360, Apple TV, Chromecast und Kindle Fire empfangen. Zuletzt kann man die Angebote online auf der Internetseite rezipieren.  Mit den unterschiedlichen Übertragungsverfahren von Red Bull TV und dem Youtube Kanal ermöglicht Red Bull seiner Zielgruppe das komplette Gegenteil zum klassischen TV und bahnt den Weg zum Social TV. Nur was genau darf der Rezipient von heute darunter verstehen? Das Video des ARD Internet Ratgebers hat auch hierfür eine Antwort:

Social TV: Live mitreden, ARD Ratgeber Internet Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=8q7OdKY4EEY

 

Kommunikation, Interaktion und Rücklauf Kanäle spielen also auch hier eine Rolle. Die Nutzungsdauer, welche die Deutschen im Internet verbringen, ist im Jahr 2013 beträchtlich gestiegen (vgl. ARD/ZDF –Onlinestudie). Das kann gerade auf die Nutzung solcher Angebote wie Red Bull TV, welche auf unterschiedlichen mobilen Endgeräten empfang bar sind, zurückzuführen sein. Was genau Red Bull TV anbietet und wie sich die digitale Kommunikation darstellt werde ich in meinem nächsten Beitrag behandeln. Das Thema Social TV finde ich persönlich sehr spannend, da ich diesem eine starke Zukunft zuschreibe. Interessant wird es fortwährend sein, wie Red Bull Social TV und digitales Fernsehen, zu seinem Vorteil nutzt.

 

Quelle:

Red Bull Mediahouse, (2014). Online URL: http://www.redbullmediahouse.com/products/tv/red-bull-tv.html abgerufen am [30.07.2014]

ARD/ZDF-Onlinestudie (2013). Online URL: http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/index.php?id=415 abgerufen am [25.072014]

Abbildungen:

Abb1: Screenshot Red Bull TV. Quelle: http://about.redbull.tv/ Stand[ 30.07.2014]

Interaktivität ja BITTE! Oder einfach Community Building

Wir wissen jetzt, dass Red Bull ein gutes Community Builiding in seinen sozialen Netzwerken etabliert hat, aber was genau wird darunter verstanden?

Dieser Frage werde ich mich in meinem Beitrag zuwenden. Eigentlich war geplant mich an diesem Punkt mit dem digitalen TV-Sender von Red Bull zu beschäftigen. Da ich in meinem vorhergehenden Zwischenfazit und in meiner Analyse den Begriff des Öfteren verwendet habe, finde ich es wichtig ihn zuerst näher zu erläutern.

Abb1: Community, eigene Darstellung

Abb1: Community, eigene Darstellung

Mit dem Begriff Community werden Mitglieder einer sozialen Gruppe gemeint, die sich online zusammenschließen und mittels digitaler Kommunikation kommunizieren (vgl. Döring 2010). Das Social Web oder das Mitmachnetz liefert dazu natürlich die perfekten Bedingungen. Den Erfolg einer Strategie in sozialen Medien bestimmen demnach seine Mitglieder. Denn letztendlich entscheiden sie darüber, ob sie bereit dazu sind eine Botschaft und Inhalte zu verbreiten oder nicht. Unternehmen, die sich also dazu entscheiden in den sozialen Medien aufzutreten sind somit vom Wohlwollen der Commuity anhängig. (vgl. Weinberg 2012)

Das bedeutet natürlich für Unternehmen, dass sie sich Gedanken darüber machen sollten, wie sie sich eine wohlwollende Community in dem gewünschten sozialen Netzwerk aufbauen. Unter Community Building wird im Kontext meiner Untersuchung also das Aufbauen einer Gemeinschaft, innerhalb eines sozialen Netzwerkes, von Unternehmen verstanden. Ein erfolgreiches Community Building für Unternehmen, ist dann erfolgt, wenn die Mitglieder die Inhalte und Botschaften verbreiten und sich untereinander austauschen. Damit eine

Community gut funktioniert, müssen vier Kriterien erfüllt werden (vgl. Döring 2010). Diese folgenden  Kriterien werde ich mit meinen Analyse Ergebnissen von Red Bull vergleichen.

  1. Der Community müssen zunächst ständige Kommunikationsmöglichkeiten geboten werden. Mit den Fragen und täglichen Posts gibt Red Bull seiner Zielgruppe Anlass zu kommunizieren.
  2. Als zweites müssen bestimmte Strukturen und Regeln vorhanden sein. Dies wird zum einen von dem jeweiligen Social-Media Dienst vorgegeben und zum anderen gilt Red Bull als Moderator.
  3. Darüber hinaus muss den Mitgliedern ein Zugehörigkeitsgefühl vermittelt werden. Dies wird auch mithilfe der Fragen realisiert, denn mit Fragen fühlt sich jeder angesprochen und miteinbezogen. Dazu kommen die Videos der Veranstaltungen etc., mit denen die User laufend über neues informiert werden und ihnen somit das Gefühl vermittelt wird miteinbezogen zu werden.
  4. Zuletzt müssen die Mitglieder zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen. Dieser letzte Punkt liefert die weitere Begründung dafür, warum Red Bull aufkommende Fragen zuerst nicht selbst beantwortet. Zudem müssen sie ein gemeinsames Ziel vor Augen haben, was in diesem Fall das Interesse an Red Bull darstellt.

(vgl.Döring 2010)

Red Bull hat sich an diese Kriterien gehalten und sollte somit eine gut funktionierende Community besitzen und das die Analyse dies bestätigt ist

nichts Neues! Mit diesem Beitrag wollte ich einen kurzen Einblick in die Thematik geben. Wer an dieser Stelle genauere Informationen zum Thema Social Web haben möchte, dem lege ich ans Herz den Beitrag meiner Kollegin Isabell zu lesen.

Alles in allem scheint Community Building das Nonplusultra für eine funktionierende digitale Kommunikation zu sein, oder was meint die Community?

Quellen:

Döring, N.(2010): Sozialkontakte online: Identitäten, Beziehungen, Gemeinschaften. In Schweiger, W. & Beck, K. (2010). Handbuch Online-Kommunikation. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften Springer Fachmedien. S. 159-184.

Weinberg, T. (2012). Social Media Marketing: Strategien für Twitter, Facebook & Co. Köln: O’Reilly Verlag GmbH &Co. KG

Abbildung:

Abb.1: Community, eigene Darstellung vom 05.03.2015

 

 

 

 

Zwischenbilanz: digitaler Kommunikationsprozess via Social Media

Nach dem ich eine kurze Bilanz darüber gezogen habe, wie ich mich beim bloggen so anstelle, nehme ich das Ende meiner Social-Media Analyse zum Anlass, meine ersten Erkenntnisse darüber darzulegen. Darüber hinaus hat sich dank meiner Untersuchung herauskristallisiert welche Strategie Red Bull als externe Kommunikation verwendet, was ich in meinem ersten Zwischenfazit dargestellt habe. Beides zusammen erlaubt mir zu diesem Zeitpunkt Vermutungen, ja sogar Aussagen über den digitalen Kommunikationsprozess der Social -Media Nutzung von Red Bull treffen zu können.

Zunächst habe ich die Zielgruppe, auf welche ich mich meiner Meinung nach während der Analyse konzentrieren wollte, analysiert. Dabei halfen mir besonders die Social-Media-Nutzertypen . Das erste Fazit, dass ich aus meiner Analyse treffen kann ist, dass ich mit meiner Zielgruppenanalyse richtig lag. Red Bull verwendet digitale Kommunikation in Form von Social-Media Diensten um seine potentiellen Käufer, Teilnehmer von Veranstaltungen und Rezipienten der Medienangebote zu erreichen.

Als nächstes habe ich mich dann mit der Frage beschäftigt, wie Red Bull dies erreichen will. Ziemlich schnell wurde diese während der Untersuchung beantwortet: Red Bull verwendet Persuasionsstrategien, die auf die periphere Route der Informationsverarbeitung abzielen. Was es genau damit auf sich hat habe ich dann in einem Zwischenfazit zur Strategie erläutert.

Die Feststellung dieser Vorgehensweise hat mir besonders dabei geholfen, zu verstehen wie die digitale Kommunikation in die Unternehmenskommunikation involviert wird, wie und warum sie eingeordnet werden kann. Red Bull setzt sein Hauptaugenmerk darauf, seine Zielgruppe mit Bildern, Videos, Streams und Links zu erreichen. Zum besseren Verständnis habe ich mir dafür nochmal die Definition zur digitalen Kommunikation zu Rate gezogen:

„Digitale Kommunikation bezeichnet den Austausch digitaler Nachrichten über dafür spezialisierte digitale Kommunikationskanäle. Das Datenformat der Nachricht bestimmt der jeweilige Medientyp (Text, Bild, Audio, Video, etc.). [..]“(Meinel, Sack 2009, S. 16)

Dies beweist, dass digitale Kommunikation für das Ziel von Red Bull sehr gut geeignet ist, da sie dem Unternehmen ermöglicht die Bilder, Videos, Streams, und links also die „jeweiligen Medientypen“, über dafür geeignete digitale Kommunikationskanäle, in diesem Fall Social-Media, auszutauschen. Und dieses letzte Wort –auszutauschen- bringt mich zu meiner nächsten Erkenntnis, digitale Kommunikation muss Wechselrede beinhalten.

Da stellte ich mir die Frage wie gestaltet sich der digitale Kommunikationsprozess via Social-Media von Red Bull und besonders, kann man ihn als Austausch bezeichnen?

Zunächst wird der Kommunikationsprozess von Red Bull, vom Kommunikator, initiiert. Dafür werden, Bilder, Videos, etc. von Sportlern, Veranstaltungen und Musikern, die mit viele crossmedialen Verweisen und Fragen versehen sind über Social-Media Dienste an die Zielgruppe versendet. Dabei werden die Inhalte an die Ausprägung und Anforderungen des jeweiligen Dienstes angepasst. Um eine genaue Abdeckung der Zielgruppe zu gewährleisten, werden mehrere Kanäle innerhalb eines Dienstes verwendet. Somit schöpft Red Bull die Möglichkeiten der Dienste vollends aus und genießt den Vorteil der Mehrfachverwendung der Inhalte. Dabei ist eine klare Linie der Corporate Identity zu erkennen, welche sich gleichmäßig durch alle Dienste zieht. Die Bilder erwecken bei den Rezipienten das Gefühl von Freiheit, Spaß und Risiko was die Werte des Unternehmens widerspiegelt. Werden diese Inhalte nun von der Zielgruppe rezipiert, so erzielt Red Bull eine gute Bindung an das Unternehmen und die Marke sowie emotionale Effekte. Weiterhin hat sich herausgestellt, dass die Inhalte bei der Zielgruppe sehr gut ankommen und gerne geliked, retweetet, geteilt oder geshared werden. Wo findet sich jetzt der Austausch wieder?

Feedback Möglichkeiten werden angeboten, doch es fällt auf, dass eher die Community als Red Bull auf Fragen reagiert. Dies könnte aber daran liegen, dass die Antwortzeit innerhalb der Community so gering ist, dass das Unternehmen nur im Notfall einschreiten muss. Somit hat Red Bull es geschafft sich eine gute Community aufzubauen. Auch wenn der Austausch ehre innerhalb der Community oder den Rezipienten stattfindet, ist er vorhanden. Zudem ermöglicht die Zielgruppe mit dem Liken, Followern oder Abonnenten, dass Red Bull Informationen zu ihren Vorlieben erhält, was auch einen Austausch darstellt. An dieser Stelle möchte ich noch einmal auf den dazugehörigen  Artikel meiner Kollegin Victoria hinweisen.

Abschließend kann ich sagen, dass Red Bull zu seinem Vorteil ein gutes Community Building aufgebaut hat und Wechselrede besteht. Infolgedessen findet ein Austausch statt und somit initiiert Red Bull mit dem Verbreiten seiner Nachrichten einen digitalen Kommunikationsprozess via Social-Media Diensten.

Schließlich zeigt meine Analyse, dass Red Bull die Funktionsweise digitaler Kommunikation verstanden hat und sie zu seinem Vorteil nutzt. Dies beweist sich am Beispiel des Community Buildings. Der soziale Aspekt des sich untereinander helfen und das diskutieren hat das Web 2.0 gerade so erfolgreich und einzigartig gemacht. Mittels Community Building erspart sich Red Bull die Zeit zum Einschreiten in die Diskussionen. Auf der anderen Seite erzielen sie damit eine tiefgründigere Auseinandersetzung mit dem Unternehmen, da sich die Rezipienten somit selbst mit dem Thema befassen um zu antworten.

Alles in allem war es von Red Bull richtig bei der digitalen Kommunikation auf Social-Media zu setzen, da die Unternehmensbotschaft die Zielgruppe damit angemessen erreicht. Dank der theoretischen Fundierung, eigener Entwicklungen und Anwendung konnte ich mir bereits ein gutes Verständnis darüber aneignen, wie Red Bull die digitale Kommunikationsprozesse zu seinem Vorteil nutzt und wie Kommunikationsprozesse im digitalen Zeitalter entstehen.

Quelle:

Meinel, C., & Sack, H. (2009). Digitale Kommunikation: Vernetzen, Multimedia, Sicherheit. Heidelberg: Springer-Verlag Berlin

Zwischenfazit- Franziska goes Web 2.0

Abb1. Bloggen, eigene Darstellung

Abb1. Bloggen, eigene Darstellung

Die Analyse der ersten digitalen Kommunikationsform Social-Media sei geschafft. Da erlaube ich mir ein paar Fragen an mich selbst zu stellen:

Wie läuft es so mit dem Bloggen und welche Erfahrungen konnte ich bisher sammeln?

Anfangs habe ich mich bewusst gegen eine Gliederung entschieden, um neuen Thematiken offen gegenüberzustehen. Meine Intention dabei war es mich von meinen Zwischenerkenntnissen leiten zu lassen. Zu Beginn war ich zugegebenermaßen selbst nicht wirklich sicher, ob das funktionieren wird. Mit den ersten Einträgen hingegen hat der ganze Blog, dann aber doch recht schnell Gestalt angenommen. Zuerst habe ich ja damit begonnen ein paar theoretische Zusammenhänge und Entwicklungen der Medienbranche darzulegen, wobei ich mir nicht sicher war, ob ich damit vielleicht zu viel Allgemeines schreibe. Im Nachhinein bin ich darüber aber recht froh mich dafür entschieden zu haben, da ich durch die theoretische Fundierung und die Studien zu Beginn bereits erste Rückschlüsse und Verbindungen innerhalb meiner Einträge ziehen konnte. Auch bei der Entwicklung meiner Analyseschritte, haben mir der Forschungsstand und die Theorie sehr weitergeholfen.

Was mir jedoch immer noch recht schwer fällt ist eine genaue Themenwahl und –Begrenzung zu treffen. Red Bull ist ein umfangreiches Unternehmen und es fällt mir etwas schwer zu entscheiden was ich miteinbeziehe und was nicht. Alles kann ich nicht beschreiben und somit stelle ich mir dann immer die Fragen ob das Thema überhaupt relevant ist, ob es als interessant eingestuft wird, ob ich genügend Bezug zu digitalen Kommunikation habe oder gar ob ich eventuell aus wissenschaftlicher Sicht mit meinen Einträgen stets zu sehr an der Oberfläche kratze. Was mir an der Analyse von Red Bull sehr gut gefällt ist, dass es sich eben gerade um ein großes Unternehmen handelt, welches viele digitale Kommunikationsarten zu externen Unternehmenskommunikation verwendet. Somit steht es mir eigentlich frei mich für diejenigen zu entscheiden, die mich interessieren. Positiv aufgefallen ist mir, wenn einem keine strikte Vorgehensweise oder Themenrichtung vorgegeben wird, wie es bei Hausarbeiten sonst der Fall war.So fällt es mir zumindest leichter gelernte Kommunikationstheorien und –Prozesse auf neue Themengebiete anzuwenden.

Die Arbeit in der Community verläuft sehr gut und bringt den Vorteil mit, dass man sich gegenseitig durch seine Arbeit Anregungen verschafft. Zu Beginn viel mir gerade das schwer, da ich mich zuerst davon verunsichern hab lassen. Wenn Kollegen andere Themen als ich behandelt haben, bin ich zunächst davon ausgegangen, dass ich etwas falsch betrachtet habe. Doch dank der anderen Sichtweisen und meinem „Fauxpas“ zur Abgrenzung digitaler Kommunikation konnte ich die Vorteile, welche eine Community bietet am eigenen Leib erleben. Auch die Kommentare und daraus resultierenden Diskussionen zu den einzelnen Einträgen finde ich nun sehr inspirierend. Es hat einen Grund warum sie LEARNING Community genannt wird.

Ich bin selbst gespannt wohin mich die folgende Analyse des digitalen TV von Red Bull noch entwickeln wird und habe meine anfänglichen Zweifel weitgehend über Bord geworfen und aus meinen Fehlern gelernt.

 

Abbildungen:

Abb1: Bloggen, eigene Darstellung vom 30.05.2014